Festival und Hund

Festival und Hund

Es ist Festivalzeit und das bedeutet für viele von uns mindestens 3 Tage am Stück, weit weg von Daheim zu Campen und dabei  ausgelassen auf abgemähten Feldern zu Feiern.

Aber wohin mit dem Hund ?

Der gesunde Menschenverstand sagt einem jetzt ganz klar und deutlich, dass man den Hund in Betreuung gibt und er zuhause bleibt. Thema erledigt. 


👉Diese Option scheint manchen Leuten, trotz Hundepensionen, aber nicht gegeben zu sein und so nehmen Sie ihre Fellpfote einfach mit.

Nun mag es wirklich ruhige Festivals geben bei denen die Mitnahme eines Hundes nicht ganz so oder gar nicht problematisch ist. Aber in diesem Text geht es um Festivals, die dieses Kriterium nicht erfüllen.

Und das was jetzt kommt, sind meine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse von elektronischen goa-festivals.

Was soll der Hund auf dem Festival?

Alleine beim Zelt bleiben soll er jedenfalls nicht und so wird er dann auch kurzerhand tagsüber mit zum Dancefloor (kurz "Floor") genommen. Da hält man sich auf, tanzt und sitzt nahe bei lauter Musik. Es gibt auch generell auf und um dem Floor kein Entkommen vor der Musik, sie ist da, überall, denn dafür ist man auf's Festival gefahren. Es wird den ganzen Tag und die ganze Nacht durchgespielt. Nachts sogar noch eine Nummer schneller und anstrengender als Tagsüber.


Und der Hund ? Der muss daneben sitzen, teilweise sogar auf dem Floor. 


☝️Nun ist die Leute, Bass lastige, mit 250bpm spielende Musik auch leider nicht das einzige Kriterium, wieso man seinen Hund besser nicht mitnehmen sollte:


  • Große Menschenmengen 
  • Menschen auf aller Art von Drogen (kein Umeltbewusstsein mehr)
  • Tanzende Menschen (viele auch mit Augen zu, oder sehr wild)
  • Drogen auf dem Boden (nicht auszudenken was da passieren kann 😢)
  • Scherben auf dem Boden


Die Leute kommen zum feiern und nicht um vom Floor zu gehen weil da schon wieder irgendjemandes Hund ängstlich / suchend rumstreunert.

👉Wo wir beim Streunern sind:

Manchen ganz speziellen Leuten ist das feiern (wozu sie auf das Festival gefahren sind) auch viel wichtiger als der eigene Hund. Der läuft dann ganz alleine (!) dort herum und sucht seinen Besitzer auf dem Floor. Der eine ist dabei erregter/ panischer als der andere, aber allesamt sind sie nicht sonderlich glücklich darüber,  plötzlich ihren feiernden Besitzer aus den Augen verloren zu haben.

Warum tut man seinem Hund sowas an?

- Das frage ich mich jedes Jahr aufs neue.

Warum erlauben Festival Betreiber das Mitbringen von Hunden?

- Es bleibt mir ekn Rätsel, wenn ich meinen Hund für die Tage des Festivals nicht unterbringe kann, dann muss ich wohl auf das Festival verzichten und weiß dann, das ich kommenden Jahr besser planen muss.


Dieser pure Egoismus geht ganz offensichtlich auf Kosten der Tiere und das darf einfach nicht sein.

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